Das Echo vom Neandertal

 

Es muss ein wunderbarer Ort gewesen sein – dieses Tal, das Joachim Neander so angezogen hatte.. Umgeben von steilen Felsen, stürzte hier die Düssel in zwei Kaskaden rauschend in die Tiefe. Hier draußen in der Natur, im Eingang einer versteckten Höhle, hielt er Gottesdienste  Er nannte sie „Christenergötzungen“.

 

Das Echo zwischen den Felsen hatte es Neander besonders angetan. Hier in der engen Felsenschlucht klang jedes gesprochene Wort unmittelbar von den Wänden zurück – eine Akustik wie in einem hohen Dom.  Der junge Schulleiter begann mit dem Echo zu experimentieren. Und dabei entstand  auch diese gesungene Zwiesprache zwischen Neander und seinem Erlöser, raffiniert durchkomponiert:

Dienstag 4. Dezember 2018

Das Echo ist leider verstummt.  Die idyllische Schlucht an der Düssel  existiert nicht mehr

Warum und was dann geschah, erfahren Sie  morgen! 

CF

Wo bist du Seelenfreund? Willst du denn mich verlassen?        

….ich verlassen?

Es tritt die Not, o Herr, auf allen Seiten ein!      

….nein!

Wo bleibt dein teures Wort? Dein Wort: Ich kann nicht hassen  

kann nicht hassen!

Du gehst von mir weg. Bin ich hier nicht allein?       

....nicht allein!

Ich leb in Einsamkeit. Bist du nicht mehr der meine?         

….meine!

Ich lieg im Streit und Kampf. Mein Feind ist Ungeduld!

…Geduld

Glanz der Gerechtigkeit, mir gnädiglich erscheine!

           ….ich erscheine!

Zu meiner Seel so viel nur sprich: Du bist in Huld!   

           ….bist in Huld!