Wie groß können Flocken werden?

 

Wissenschaftler aus Göttingen haben herausgefunden, dass sich Eiskristalle zu formen beginnen, wenn sich mindestens 275 Wassermoleküle verbinden. Ein für das Auge sichtbarer Kristall enthält bereits rund eine Trillion Moleküle – das ist eine 1 mit 18 Nullen. Viele Kristalle haken sich zu einer Schneeflocke ineinander, die je nach Wetter verschieden groß sein kann. Je milder die Minustemperaturen sind, desto eher sind größere Flocken möglich. Der Guinness-Rekord liegt bei einer Flocke von 38 cm Durchmesser im Jahr 1887. Ob das stimmt? Nachprüfen kann das heute natürlich niemand.   

 

FLZ Weltspiegel    9. Dez. 2017 Samstag

 

 

 

Fr. 21. Dezember 2018

Wie leise rieselt Schnee ?

 

Ob Schneesturm oder sanftes Niedersinken – die Lautstärke ändert sich je nach Art des Niederschlags. Schlägt das Wetter keine besonderen Kapriolen werden für Schneefall etwa 10 Dezibel gemessen – das entspricht in etwa der Lautstärke von normalem Atmen. Eine Armbanduhr tickt schon doppelt so laut. Außerdem gibt es ein Phänomen, dass bei Schneefall die ganze Umwelt merklich leiser wird. Auch dafür gibt es eine ganz simple Erklärung: Frischer Schnee wirkt nämlich wie ein Dämpfer, der Schallwellen verschluckt. Geräusche werden von Pulverschnee kaum reflektiert – sie finden aus den vielen Hohlräumen und dem Labyrinth von Eiskristallen nicht mehr heraus. Eine feste Decke von hartem oder verharschtem Schnee wirft Schallwellen allerdings wieder besser zurück.