Ein Kollege erzählte mir von einem Urlaubserlebnis vor einigen Jahren.

Er war in Süd-Frankreich unterwegs mit einem Campingbus.

Um an die Küste zu kommen, nutzte er auch immer wieder die Autobahnen.

Die sind gebührenpflichtig.

Ein Gedanke, an den man sich damals erst gewöhnen musste.

Er musste also immer wieder anhalten, um Maut zu zahlen.

Er las das Schild „Péage“, kam an die nächste Station, griff nach seinem Portemonnaie.

Aber an diesem Morgen sagte der Mann hinter dem Schalter: „Freie Fahrt.

Der vor Ihnen hat schon für Sie mitbezahlt.“

 

Er war überrascht.

Das war ja was?!

Wie nett!

Wie lieb!

Er musste lachen.

 

 

 

 

 

Und dann?

Dann sagte der Kollege: „Wissen Sie was. Ich zahle trotzdem.

Geben Sie es weiter an den Wagen, der nach mir kommt!“

Vielleicht hat man es aber auch wieder weitergegeben?!

 

In meiner Vorstellung entstand eine lange Reihe aus Fahrerinnen und Fahrern, die alle kurz lachen mussten („Wie nett! Wie lieb!“) und dann weiterschenkten, was sie selber bekommen hatten.

 

Christine Brudereck

21. Dezember

Geschenke machen