Ev.-Luth. Kirchengemeinde Markt Erlbach

Gemeinde-Aktuell

Ein kleines Theaterstück – das Leben Caspar Löners betreffend

 

Nein – solche Blitz und Donner – Kaiser - Papst und Teufel - Erlebnisse wie von seinem Lehrer Martin Luther sind von unserem Caspar Löner nicht bekannt - auch nicht diese  kräftigen  Wortschöpfungen , die bis heute für Bewunderung oder Empörung sorgen. Und Löners  etwas schwerfälligen Liedertexte – seine strengen Katechismusworte, die  langen,  verwinkelten Kirchenordnungen und  Brieftexte  –  all das taugt nicht so recht als Vorlage für ein Theaterspiel.

 

Und doch! 

 

Als Fünfjähriger ans Kloster Heilsbronn vermittelt zu werden, um dort fern von seiner Familie – unter strenger Mönchszucht zur Schule zu gehen

 

später,  mit einem Stipendium ausgerüstet, Theologie zu studieren in Erfurt –dort  Luther und Melanchthon zu begegnen, dem Ausgangs- und  Mittelpunkt der neuen Ausrichtung des Glaubens – sich davon begeistern zu lassen – mit allen Konsequenzen

 

und dann aus Geldmangel das Ziel, Professor zu werden, aufgeben zu müssen,

 

als „kleiner“ Vikar in „tiefster Provinz“,  Nesselbach und Birkenfeld, - sogleich die lutherische Lehre in der Praxis auszuprobieren - und damit Erfolg zu haben

 

in Hof trotz Widerstand und Ausweisung den ersten evangelisch lutherischen Gottesdienst zu feiern, den Bauernunruhen entgegenzutreten, in Nikolaus Medler einen Mitstreiter zu finden, die Tochter des Bürgermeisters zu heiraten, ein Kind zu erwarten – und dann – von der katholischen Obrigkeit vertrieben zu werden, ohne Anstellung – mittellos – um Hilfe bitten zu müssen

 

und letztendlich doch wieder an verschiedenen Orten Anstellung zu bekommen, Superintendent zu werden sich in Leipzig, Naumburg und Nördlingen einen Ruf als bedeutender Reformator zu erwerben – immer mit Widerständen zu kämpfen – eine gewisse Strenge zu entwickeln – aber sich  immer von guten Freunden und vor allem von der Gewissheit getragen zu werden,  dass Gott ihm beisteht ….

 

Nein - langweilig war Caspar Löners  Lebensweg mit seinen vielen Stationen gewiss  nicht….

 

Und wenn man diesen Lebensweg von verschiedenen Personen – sozusagen von außen -  betrachten lässt, dann kann man daraus an manchen Stellen sogar etwas „Theaterdonner“ entwickeln. Mittelalterliche Musik – ein Löner-Lied - vertiefen den Blick zurück. 

 

Als Begleitprogramm für die Caspar-Löner-Ausstellung hat das Theaterstück viel Publikum gefunden. Und weil die 3 Aufführungen bis jetzt nicht für alle Interessierten ausgereicht haben, planen wir, es am Reformationstag, dem 31. Oktober 2017, noch einmal aufzuführen.

Entstehung eines Theaterstücks.

Idee - Text - Regie: Christl Fleischmann

Bilder: Gitti Ulrich

Aufgenommen in der 13 Uhr Aufführung

Regie

Bilder