Ev.– Lutherische Kirchengemeinde Markt Erlbach

Bilder Irmgard Brunner

Ade, Herr Vikar!

 

Bericht vom Gottesdienst zur Verabschiedung von Herrn Vikar Florian Detzel

am 9. Februar 2020

 

Eineinhalb Jahre waren  es  nur – eigentlich eine ziemlich kurze Zeit,   in der Herr Detzel hier in Markt Erlbach sein Vikariat mit dem zweiten kirchlichen Examen  für den  Pfarrdienst  zum 29. Februar 2020 beendet..

 

Es war eine gute Zeit  für ihn und für uns, weil -  und das wurde vor allem in den Grußworten nach dem Gottesdienst deutlich – Herr Florian Detzel sich  engagiert,  zupackend  in allen Bereichen  der Gemeinde einbrachte, nahe an den Menschen, immer gesprächsbereit  und dabei  erfüllt von seinem Auftrag, den Glauben glaubhaft zu vermitteln war. Vielen wird er als „Flo“ in freundschaftlicher Erinnerung bleiben,  manchem Grundschüler als „endlich ein Mann“  im Religionsunterricht. Wir als Gemeinde konnten miterleben, dass auch ein Pfarrer nicht als Meister vom Himmel fällt,  sondern für  einen  Gottesdienst mit seiner  Liturgie viel Übung erforderlich ist

 

Heute war sein letzter Gottesdienst hier in unserer Kilianskirche in Markt Erlbach. Mit „Pauken und Trompeten“ – mit feierlichem Ein- und Auszug  wurde es ein langer, festlicher und - gegen Ende zu - immer bewegender Gottesdienst mit Abendmahl. Drei Posaunenchöre (Jobstgreuth, Linden, Markt Erlbach) und zwei Gesangschöre ( Markt Erlbach, Linden) bildeten den klangvollen Rahmen.

 

Im Mittelpunkt der Predigt stand das Gleichnis Jesu von den Arbeitern im Weinberg (Matth. 20)

Dabei ging es Vikar Detzel zuerst um die Frage nach dem gerechten Lohn. Heute definieren sich die Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft – aber auch in der Kirche meist über die eigene  Leistung.  Bei Gott gilt ein anderes Prinzip: Er gibt nach Bedarf – aus Verantwortung und Güte.  Am  Ende der  Predigt  zeigte  Vikar Detzel  wie er – im Blick auf das Gleichnis - die Zukunft seiner Kirche sieht: Gott wird auch weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für seinen Weinberg finden, Menschen, die sich vom Evangelium bewegen lassen und die Botschaft vom erlösenden, heilsamen Wirtschaften Gottes weitergeben.

 

Nach der Predigt folgte durch Frau Christiana von Rotenhan die  offizielle Entbindung Florian Detzels von allen seinen Pflichten und Aufgaben als Vikar in der Kirchengemeinde Markt Erlbach.

Mit Gottes Segen und guten Wünschen für die gemeinsame Zukunft in München verabschiedete  Frau von Rotenhan das Ehepaar Ester und Florian Detzel.

 

Nach dem Segen sprachen Herr Peter Ittner für den CVJM, Frau Susanne Kropf für den Kirchenvorstand, Frau Gertraud Krieghoff als  Fachmentorin für den Religionsunterricht Grußworte (siehe oben). Beziehungsreiche Geschenke gab es auch: ein selbstgeschnitzes Kreuz, einen praktischen Gemüsehobel, Markt Erlbacher Ritzensand, der als Erinnerung in den Schuhen zurückbleiben soll und ein „Freundebuch“. Herr Detzel bedankte sich herzlich bei allen, die ihn durch seine Vikariats-Zeit  begleitet haben und verschenkte auch etwas: 2 kg Gummibärchen für die CVJM Jugend,  Blumen für seine Mentorinnen, den Kirchenvorständen Selbstgebackenes und zuletzt seiner Frau Küsschen – das gab’s noch nie.

 

Nach reichlich 2 Stunden in der Kirche und gutem Erlbacher Brauch  hatte der Kirchenvorstand  im Gemeindehaus  ein reichliches Büfett  vorbereitet und dazu eingeladen, persönlich Abschied zu nehmen von Herrn  Florian Detzel.     Ade, Herr Vikar!   Schön, dass Sie bei uns waren und alles Gute und Gottes Segen für Sie und Ihre erste  Gemeinde als Pfarrer und das gemeinsame Leben mit Ihrer Frau!                                                 

Christl Fleischmann