Ev.– Lutherische Kirchengemeinde Markt Erlbach

Karfreitag 2020 - Andacht zur Sterbestunde unseres Herrn Jesus Christus

 

Glocken (Trauergeläut)

 

Frauenchor: KAA 0145

Loben wollen wir und ehren unsern Heiland Jesus Christ, der das Leiden

und das Sterben auf sich nahm und unsere Schuld. Loben wollen wir und ehren

unsern Heiland Jesus Christ.

 

Gebet

Evangelium: Johannes 18, 1-11  - Jesu Gefangennahme

 

Gemeindelied EG 95,  1 -2         Frauenchor / Gemeinde

Frauenchor:

1. Seht hin, er ist allein im Garten. Er fürchtet sich in dieser Nacht,

weil Qual und Sterben auf ihn warten und keiner seiner Freunde wacht.

Gemeinde:

Du hast die Angst auf dich genommen, du hast erlebt wie schwer das ist.

Wenn über uns die Ängste kommen, dann sei uns nah, Herr Jesus Christ.

Frauenchor:

2. Seht hin, sie haben ihn gefunden. Sie greifen ihn. Er wehrt sich nicht.

Dann führen sie ihn fest gebunden dorthin, wo man sein Urteil spricht.

Gemeinde:

Du ließest dich in Bande schlagen, dass du uns gleich und hilflos bist.

Wenn wir in unsrer Schuld verzagen, dann mach uns frei, Herr Jesus Christ!

 

Evangelium: Johannes 18, 12 – 27

Jesu Verhör vor Hannas und Kaiphas und die Verleugnung des Petrus

 

Gemeindelied: EG 95, 3 - 4

Frauenchor:

3. Seht hin, wie sie ihn hart verklagen, man schlägt und spuckt ihm ins Gesicht

 und will von ihm nur schlechtes sagen. Und keiner ist, der für ihn spricht!

Gemeinde:

Wenn wir an andern schuldig werden und keiner unser Freund mehr ist,

wenn alles uns verklagt auf Erden, dann sprich für uns, Herr Jesus Christ!

Frauenchor:

4. Seht, wie sie ihn mit Dornen krönen, wie jeder ihn verspotten will,

wie sie ihn schlagen und verhöhnen. Und er, er schweigt zu allem still.

Gemeinde:

Du leidest Hohn und Spott und Schmerzen - und keiner, der voll Mitleid ist;

wir haben harte, arme Herzen. Erbarme dich, Herr Jesus Christ!

 

Evangelium: Johannes 18, 28 – 40

Jesu Verhör vor Pilatus

 

Frauenchor EG 83,1

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
der Welt und ihrer Kinder;
es geht und büßet in Geduld
die Sünden aller Sünder;
es geht dahin, wird matt und krank,
ergibt sich auf die Würgebank,
entsaget allen Freuden,
es nimmet an Schmach, Hohn und Spott,
Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod
und spricht: »Ich will’s gern leiden.«

 

Evangelium: Johannes 19, 1 – 16

Jesu Geißelung und Verspottung - Jesu Verurteilung

 

Frauenchor/Gemeinde: EG 83, 2 - 3

2) Das Lämmlein ist der große Freund
und Heiland meiner Seelen;
den, den hat Gott zum Sündenfeind
und Sühner wollen wählen:
»Geh hin, mein Kind, und nimm dich an
der Kinder, die ich ausgetan
zur Straf und Zornesruten;
die Straf ist schwer, der Zorn ist groß,
du kannst und sollst sie machen los
durch Sterben und durch Bluten.«

 

3) »Ja, Vater, ja von Herzensgrund,
leg auf, ich will dir’s tragen;
mein Wollen hängt an deinem Mund,
mein Wirken ist dein Sagen.«
O Wunderlieb, o Liebesmacht,
du kannst – was nie kein Mensch gedacht -
Gott seinen Sohn abzwingen.
O Liebe, Liebe, du bist stark,
du streckest den in Grab und Sarg,
vor dem die Felsen springen.

 

7) Wenn endlich ich soll treten ein
in deines Reiches Freuden,
so soll dein Blut mein Purpur sein,
ich will mich darein kleiden;
es soll sein meines Hauptes Kron,
in welcher ich will vor den Thron
des höchsten Vaters gehen
und dir, dem er mich anvertraut,
als eine wohlgeschmückte Braut
an deiner Seite stehen.

 

Evangelium: Johannes 19, 17 – 30

Jesu Kreuzigung und Tod

 

Glocken und Gebetsstille

 

Frauenchor:

Loben wollen wir und ehren unsern Heiland Jesus Christ,

der, damit wir ewig leben, solches Sterben auf sich nimmt.

Denn aus seinem dunklen Grabe wird er siegreich auferstehn.

Loben wollen wir und ehren unsern Heiland Jesus Christ.

 

Evangelium: Johannes 19 31 - 42

Jesu Grablegung

 

Frauenchor: EG 93

1)Nun gehören unsere Herzen

Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha,
der in bitt’ren Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah.
Das Geheimnis des Gerichtes über alle unsre Schuld,
das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ew‘ger Huld.

 

2)Nun in heil‘gem Stilleschweigen stehen wir auf Golgatha,
tief und tiefer wir uns neigen vor dem Wunder, das geschah,
als der Freie ward zum Knechte und der Größte ganz gering,
als für Sünder der Gerechte in des Todes Rachen ging.

 

3)Doch ob tausend Todesnächte liegen über Golgatha,
ob der Hölle Lügenmächte triumphieren fern und nah:
Dennoch dringt als Überwinder Christus durch des Sterbens Tor,
und die sonst des Todes Kinder, führt zum Lichte er empor.

 

4)Schweigen müssen nun die Feinde vor dem Sieg von Golgatha,
die begnadigte Gemeinde sagt zu Christi Wegen: Ja!
Ja, wir danken deinen Schmerzen, ja, wir preisen deine Treu,
ja, wir dienen dir von Herzen: Ja, du machst einst alles neu!

nach Friedrich von Bodelschwingh 1938

 

 

Gebet - Vaterunser - Segen

 

Gemeindelied: EG 79, 1 - 4

1) Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
dass du für uns gestorben bist
und hast uns durch dein teures Blut
gemacht vor Gott gerecht und gut

 

2) und bitten dich, wahr Mensch und Gott:
Durch deine Wunden, Schmach und Spott
erlös uns von dem ewgen Tod
und tröst uns in der letzten Not.

 

3) Behüt uns auch vor Sünd und Schand
und reich uns dein allmächtig Hand,
dass wir im Kreuz geduldig sein,
uns trösten deiner schweren Pein

 

4) und schöpfen draus die Zuversicht,
dass du uns wirst verlassen nicht,
sondern ganz treulich bei uns stehn,
dass wir durchs Kreuz ins Leben gehn.

 

 

Nehmen Sie Ihre Bibel und Ihr Gesangbuch zur Hand und lassen Sie uns gemeinsam - wenn auch räumlich getrennt - die Andacht zur Sterbestunde unseres Herrn Jesus Christus feiern!