EV.-LUTH. KIRCHENGEMEINDE 

MARKT ERLBACH

St. Leonhard Linden

 

 

vakant

 

Pfarrgasse 2, Linden

91459 Markt Erlbach

 

Tel: 09106/925811

Fax:09106/925813

 

E-Mail:

E-Mail: pfarramt.markterlbach-linden@elkb.de

 

Mesner:

Monika Heinlein                        09106 /12 63

Karin Zwanzger                         09106/926568

Lydia Reuthlingshöfer             09106/1328

 

 

 

Gottesdienst/Termine Linden und Jobstgreuth: hier

Die St. Leonhardskirche  in Linden - „Offene Kirche im offenen Dorf“

 

Grüß Gott auf der „Lindemer Seite“

Unsere Kirche, der Mittelpunkt der Gemeinde, ein Ort der Ruhe der Besinnung und des Gebetes, möchte sich Ihnen vorstellen.

 

Bereits im Jahre 1278 stand auf diesem Platz eine kleine Kapelle die dem „Heiligen St. Leonhard“ geweiht war und zur Mutterkirche Markt Erlbach gehörte. Im Jahr 1350 wurde durch Bischof Albrecht von Würzburg Linden mit dem Dorf Rimbach eine selbständige Pfarrkirche.

Im 1. Städtekrieg 1460 wurde Linden mit der Kirche zum großen Teil verwüstet und erst ab 1501 im gotischem Stil wieder aufgebaut. Teile des Chors sind heute noch erhalten. Das Kirchenschiff wurde 1872 neu gebaut. Drei Glocken hängen im Turm. Die  kleine und die mittlere Glocke stammen aus dem Jahr 1501, die große Ave-Maria-Glocke aus dem Jahre     1952.    In     der   Zeit    als Filialkirche von Markt Erlbach gab es eine Verordnung, dass in unserer Kirche nur zwei Glocken hängen dürfen und das blieb so bis zum Jahre 1834.

 

Von 1525 bis 1528 wurde unser Gebiet durch die Lehre Luthers evangelisch. Im 30jährigen Krieg wurde Linden verwüstet und die Kirche von Kosaken ausgeraubt. In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts fanden viele Exulanten aus Österreich, die wegen ihres evangelischen Glaubens vertrieben wurden, in Linden eine neue Heimat. 1742 wurde der Kirchturm vom Blitz getroffen und brannte nieder. Er wurde neu und etwas niedriger wieder aufgebaut.

 

1734 wurde die Kanzel renoviert, sie dürfte damals schon etwas älter gewesen sein. Der spätgotische Säulenaltar wurde zwischen 1750 und 1760 angefertigt. Aus dem Jahre 1881 stammt die Steinmeier- Oettinger Orgel. Sie wurde 2005 renoviert.

 

Die Kirchturmuhr wurde 1908 angeschafft und wird vom Mesner Hans Popp täglich aufgezogen.

Der Taufstein wurde nach dem 2. Weltkrieg angeschafft. Der Osterkerzenständer ist eine Anfertigung unseres Mesners. 1992 wurde der Kronleuchter aus dem Jahre 1832 gestohlen und durch einen neuen ersetzt.

 

Noch einige Besonderheiten in unserer Kirche: Über dem Chor sind zwei Wappen links und rechts zu sehen. Das linke ist das Wappen des Freiherrn Johann von Korff, Oberamtmann des Klosteramtes Neuhof, gestorben 1793. Rechts das Wappen derer von Nauenburg, die Ehefrau von Johann Korff. Im Chor befindet sich eine eingesetzte Platte; sie ist vermutlich die Grabplatte eines Pfarrers oder eines Adligen. Wahrscheinlich stammt sie von dem Friedhof, der sich bis 1902 rund um die Kirche befand und mit einer großen Mauer umgeben war. Im Sakramentshäuschen wurden die Abendmahlsgeräte aufbewahrt. Oben sehen wir den Kopf Jesu mit Bart.

 

Der Patron unserer Kirche ist Leonhard. Er lebte zur Zeit des Frankenkönigs Chlodwig I (6. Jh.). In Deutschland wurde seine Verehrung bei den Franken und Alemannen durch den Zisterzienserorden verbreitet. Süddeutsche Kirchen wurden meist erst im 12. Jh. nach ihm benannt. Er zählt zu den 14 Nothelfer. Seit alters her gilt Leonhard als Patron der Gefangenen. Daneben ist er Schutzheiliger für Entbindende, für Gebrechliche und Geisteskranke. In jüngerer Zeit gilt er als Viehpatron und als Beschützer der Landwirtschaft. Viel unchristlicher Aberglaube rankt sich auch um diesen Heiligen.

Dennoch „könnte die Kirche St. Leonhard in Besinnung auf ihren Patron ein Zufluchtsort sein für all diejenigen, die in Ängsten gefangen sind und vielleicht auch eine Stätte der Stärkung für all diejenigen, die gefangene und geängstigte Menschen begleiten.“ (Pfr. M. Kleineidam)

Leonhard verweist uns Evangelische auf den rettenden und unser Leben ausrichtenden Jesus Christus.

 

Gebet:

 

Unser Gott, der du dein Angesicht in Christus zeigst:

Du findest Wege durch Mauern.

Du stillst Hunger. Du verwandelst Klage in Tanz.

In der Tiefe bist du mir nahe.

In der Weite bist du mir Freund.

Im Freudentaumel bist du mein Halt.

Dein Name ist „Der mich birgt“

und dein Schatten wärmt die Nacht.

 

Amen.

 

Richard Hegendörfer und Pfr. Achim Gerber

Linden – Geschichtliches und Aktuelles

 

Linden ist unser Heimatdorf im Landkreis Neustadt/Aisch. Es liegt zwischen Nürnberg und Rothenburg, also im schönen Rangau.

Bis zum Jahre 1978 war Linden eine selbstständige Gemeinde. Zur Gemeinde gehörten Rimbach und das Forsthaus im Schußbachwald.

Am 1.1.1978 wurde unsere Gemeinde zum Markt Markt Erlbach eingemeindet. Unser Dorf hat zur Zeit rund 400 Einwohner. Das Symbol des Ortes sind die vielen Lindenbäume, welche auch unseren Ort den Namen gab.

 

1226 wurde Linden erstmals urkundlich erwähnt. Es wird aber vermutet, dass Linden viel älter ist. Zu dieser Zeit hatte die Ortschaft mit ziemlicher Sicherheit schon eine Kirche.  Damals war Linden den Bischöfen von Würzburg untertan. Im Jahr 1278 wurde unser Dorf unter das Patronat des Klosters Heilsbronn gestellt. Dreihundert Jahre später, also 1578, fiel es den beiden Marktgrafen von Ansbach und Bayreuth zu. Linden war eine Rodungssiedlung und liegt in Mitten von ausgedehnten Wäldern der Frankenhöhe.

 

Alte Chroniken berichten, dass Linden einst eine Gerichtsstätte war. In früheren

Zeiten wurde von Bischöfen und Marktgrafen unter alten Linden Urteile gefällt. Sie wurden auch an Ort und Stelle vollstreckt. Flurnamen und Steinkreuze sind heute noch vorhandene Zeugen dieser Zeit.

Im 30-jährigen Krieg wurde Linden fast völlig zerstört. Nur wenige Menschen hatten damals die Gräueltaten überlebt. Erst 1672 begann das Dorf sich wieder empor zu arbeiten.

Exulanten aus Österreich siedelten hier an und bauten sich eine neue Heimat auf. Familiennamen aus dieser Zeit sind heute noch hier zu finden. Seit dieser Zeit hat sich Linden immer weiter vergrößert und wurde zu einem schmucken und sauberen Ort und wurde im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ vor wenigen Jahren 1. Sieger des Landkreises.

 

Durch Gastronomie, Privat- und Hotelzimmer hat sich Linden zum Urlaubsort entwickelt. Viele Urlauber aus den alten und neuen Bundesländern suchen bei uns Ruhe und Erholung. Tagesausflügler genießen die Spezialitäten unsere Wirtshäuser oder starten hier zu Wanderungen oder Radtouren durch den Rangau.

 

Auch das gesellige und kulturelle Leben wird hier nicht vernachlässigt. Der Obst- und Gartenbauverein, Schützenverein, Vdk, Militärverein, Feuerwehr und die Kirchengemeinde tragen hierfür Sorge.

 

Die Kirchengengemeinde Linden

 

Wir sind eine kleine Kirchengemeinde mit etwa knapp 400 Seelen. Offiziell gehören wir zur 2. Pfarrstelle Markt Erlbach mit Sitz in Linden. Dazu gehört die Kirchengemeinde Jobstgreuth  (150  Evangelische) und ein großer Bereich der Kirchengemeinde Markt Erlbach (2. Sprengel: 1550 Seelen). Die drei Kirchengemeinden Markt Erlbach (3500 Gemeindeglieder), Linden und Jobstgreuth wurden in den frühen 70er Jahren zu einer Pfarrei umgewandelt. Im Laufe der Jahre wuchsen die Gemeinden langsam zusammen, ohne jedoch ihr typisches Gepräge zu verlieren. In Linden feiern wir unterschiedlichste Gottesdienste: typisch-fränkische Agende-1 Gottesdienste, Familiengottesdienste, Friedensgebete, Taizé-Andachten, „Kreuzwegandachten“ (täglich in der Karwoche), „Atempause“ (tägliche Andachten zwischen Himmelfahrt und Pfingsten), Kindergottesdienste, Gottesdienste im Grünen. Oftmals Mischen sich die Formen, neue werden ausprobiert (z.B. Segnungsgottesdienste) je nach Anlass und Vorbereitungsteam. Formen gibt es viele, der Gemeinde ist der Inhalt wichtig: das Evangelium von Jesus Christus. Der Posaunenchor und der Liturgische Chor sind dabei ein fröhliches und belebendes Element. Bei Familiengottesdienste sind die poppig-rockigen Töne einer Band zu hören.

Eine Konfirmanden-, eine Jugend- und drei Kindergruppen, sowie die Mitglieder der Chöre „bevölkern“ unser 2002 renoviertes Gemeindehaus (ehemaliges Schulhaus).

Wir nutzen die Chance die sich aus einer großen Pfarrei mit insgesamt über 4000 Evangelischen ergeben: Kinder-, Jugend-, Gospel- und Kirchenchor, eine vielfältige Jugendarbeit durch den CVJM, oder ein reger Diakonieverein sind Schwerpunkte in der Gesamtpfarrei.

Sechs Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher leiten mit dem Pfarrer die Geschicke der Kirchengemeinde Linden.

 

Ohne die Vielzahl von ehrenamtlicher Mitarbeit ist solch ein breites Angebot nicht denkbar. Linden und Jobstgreuth:

„Wo Franken am Evangelischsten ist“, so ein Journalist anlässlich eines Besuches des Landesbischofs Dr. Friedrich im Februar 2004.

 

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